momentan kann nicht jeder den tollen Geschmack der Erdbeerfrüchte genießen. Warum ? Dazu muss man auch ein Schale bekommen. Und weil die Erdbeeren die letzten Tage teilweise ausverkauft waren, schauten einige Erdbeerfreunde leider “in die Röhre”. Und da sind wir bei einer der Kehrseiten der kalten Nächte. Denn gepaart mit den “saukalten” Tagen reift es sehr, sehr langsam. Zu langsam, um die stetige Nachfrage unserer Kunden noch vollständig bedienen zu können. Wir bitten um ihr Verständnis, das wir die Kältewelle auch nicht vollständig kompensieren können.
Eine weitere für uns negative Seite der ganz, ganz kalten Nächte ist die Blütenfrostgefahr. Ein Freilanderdbeerfeld, in das ja Stroh zum Schutz der Früchte ausgestreut wird, ist in klaren Nächten durchaus 2°C kälter als eine Graslandfläche. Und so war es auch diese Nacht wieder knapp unter 0°C auf einigen Feldern. Die Eisheiligen lassen grüßen. Die Frostschutzberegnung hat Schäden verhindert. Allerdings muss die auch beaufsichtigt werden (Schläuche können platzen, Ventile nicht schalten, Kupplungen aufspringen). So sind dann ein bis zwei Mitarbeiter nachts unterwegs, um die Frostschutzberegnungen auf den verschiedenen Feldern nicht nur zu starten, sondern auch fortlaufend zu kontrollieren.
Um die die Blüten, Blätter und Früchte herum bildet sich dann Eis. Der Schutzeffekt besteht allerdings nicht in dem Eispanzer, sondern der beim Phasenübergang flüssig-fest freiwerdenden Erstarrungswärme. Letztere sorgt dafür, dass die Temperatur des Eis-Wasser Gemisches nicht unter -0.5 °C sinkt. So viel Eis wie auf dem Foto hat sich in der letzten Nacht aber nicht gebildet, dafür war es dann doch nicht kalt genug.
